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Schule im Kino:  Merianschüler besuchen den Film „Operation Walküre“
 

Die wirkliche Geschichte ist oft spannender und dramatischer als jede Erfindung. Auch das Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 war nicht nur der Versuch, ein verbrecherisches Regime zu beseitigen, sondern in seinem Ablauf ein politischer Thriller mit überraschenden Wendungen. Deshalb ist es eigentlich erstaunlich, dass erst 65 Jahre nach den Ereignissen ein Regisseur den Versuch unternommen hat, in enger Anlehnung an die historischen Fakten, einen Kinofilm zu produzieren.
Die Schüler der Abschlussjahrgänge und auch einige 9. Klassen der Merianschule haben diesen Film im Rahmen einer Sondervorstellung im Turmpalast in Seligenstadt besucht. Joel Hagelauer und Rico Mock aus der 9aR sowie Lukas Emge und Claudio Hommel aus der 10dR haben den Inhalt des Films zusammengefasst und eine minutiöse Darstellung des Tagesablaufs für den 20. Juli 1944 zusammengestellt. Die Standfotos aus dem Film wurden uns freundlicherweise von der Twentieth Century Fox zur Verfügung gestellt.
 

Operation Walküre

Der Film „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ handelt von einer kleinen Gruppe hoch stehender Politiker und Soldaten, die ein Attentat auf Adolf Hitler planen, um den 2. Weltkrieg zu beenden. Nach anfänglicher Begeisterung für den Diktator erkennt der Offizier Claus Graf Schenk von Stauffenberg, dargestellt von Tom Cruise, den verbrecherischen Charakter des Nazi-Regimes. Im Afrika-Feldzug schwer verwundet, kehrt er nach Deutschland zurück. Als überzeugter Patriot sieht er seine Aufgabe von nun an darin zu verhindern, dass ein ganzes Volk ins Verderben geführt wird.
Stauffenberg schließt sich einer Widerstandsgruppe an, die aus Offizieren, Diplomaten, Aristokraten und überzeugten Christen besteht. Die Männer fassen den Entschluss, den geheimen Plan der Regierung zur Bekämpfung von Aufständen so umzukehren, dass er eine Machtübernahme im Falle von Hitlers Tod ermöglicht. Der Plan trägt den Namen „Operation Walküre“.
Doch die Gestapo ist den Verschwörern dicht auf den Fersen. Einige werden verhaftet, andere können fliehen. Da erhält Stauffenberg als Offizier im Generalstab den Befehl, zu einer Lagebesprechung in das ostpreußische Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ zu kommen.
Seit Wochen trägt er eine Tasche mit Sprengstoff bei sich. Er hält nun den richtigen Zeitpunkt für gekommen. Die Aktentasche legt er neben Adolf Hitler unter einen Tisch und verlässt den Raum. Um 12.42 Uhr explodiert die Bombe. Stauffenberg fliegt zurück nach Berlin in der Überzeugung, den Diktator getötet zu haben. Wie durch ein Wunder überlebt dieser fast unverletzt.
Noch in der Nacht werden der Offizier und einige seiner Mitverschwörer verhaftet und sofort erschossen. Über 200 weitere Personen lässt die Nazi-Führung zum Tode verurteilen und durch den Strang hinrichten.

Joel Hagelauer/Rico Mock, 9aR
 

Der 20. Juli 1944

7.00 Uhr Oberst Graf von Stauffenberg und Oberleutnant Häften fliegen nach Ostpreußen. Sie haben zwei Aktentaschen mit an Bord, in denen sich Sprengsätze befinden.
10.15 Uhr Die beiden Männer fahren nach der Landung mit einem Auto zum Führerhauptquartier „Wolfsschanze“
11.30 Uhr Die für 12 Uhr geplante Besprechung wird eine halbe Stunde vorverlegt und findet in der „Lagebaracke“ statt.
12.30 Uhr Stauffenberg schaltet den Zünder der ersten Bombe und begibt sich zur Versammlung. Aufgrund seiner Handamputation und aus Zeitgründen kann er den Zünder des zweiten Sprengsatzes nicht mehr scharfmachen.
12.37 Uhr Stauffenberg verlässt den Raum. Ein Besprechungsteilnehmer stellt die Aktentasche auf die andere Seite des Tisches, da sie Hitler beim Betrachten der Karten gestört hätte.
12.42 Uhr Die Bombe explodiert. Hitler überlebt, geschützt durch einen massiven Eichentisch, nahezu unverletzt. Stauffenberg und Häften verlassen das Gelände der „Wolfsschanze“ in der festen Überzeugung, dass der Diktator tot ist.
15.45 Uhr Stauffenberg meldet den Tod Hitlers an General Olbricht
16.00 Uhr Olbricht begibt sich zu Generaloberst Fromm, der berechtigt ist, den Walküre-Alarm auszulösen. Dieser hat aber schon erfahren, dass Hitler überlebt hat. Es herrscht allgemeine Unklarheit darüber, was nun zu geschehen hat.
16.30 Uhr Stauffenberg und andere Mitverschwörer treffen im Kriegsministerium ein und versuchen, den Walküre-Alarm auszulösen. Der deutsche Kommandeur im besetzten Frankreich beginnt bereits damit, Angehörige der SS zu verhaften
17.00-18.00 Uhr Hitler und Goebbels geben den Befehl, den Putsch mit ergebenen Truppen niederzuschlagen.
19.00 Uhr Es herrscht nach wie vor Unklarheit über die tatsächlichen Ereignisse. Doch der Rundfunk berichtet bereits, dass das Attentat missglückt ist.
21.00 Uhr Regierungstreue Truppen kontrollieren das gesamte Berliner Stadtzentrum.
22.45 Uhr Stauffenberg erkennt das Scheitern des Putsches.
22.50 Uhr Fünf der Verschwörer werden verhaftet. Stauffenberg wird noch in der Nacht erschossen.

Lukas Emge/Claudio Hommel, 10dR
 



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