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Ein Traum wird Wirklichkeit: Seligenstädter Merianschüler in
der türkischen U19-Nationalmannschaft

Auch nach mehr als drei Monaten kommt dem Seligenstädter Jugendfußballer Cenk Güvenc immer noch alles wie ein Traum vor.
Während der gesamten letzten Saison wurde er als Innenverteidiger in der A-Jugend des OFC eingesetzt. Nach dem Spiel gegen den FC Bayern München kam der überraschende Anruf, der sein Leben veränderte. Ein Betreuer der türkischen U19-Nationalmannschaft meldete sich, um ihn zu zwei Länderspielen nach Istanbul einzuladen: „Wir haben dich schon während der letzten fünf Spiele beobachtet und sind davon überzeugt, dass du für unsere Mannschaft eine Verstärkung sein könntest.“
Obwohl Cenk schon seit fast zehn Jahren zu dem Talentschuppen der OFC - Jugendmannschaften gehört, hatte er mit solch einem Erfolg noch nicht gerechnet.
 

Am 15. Februar 2009 war es dann endlich so weit. Er flog von Frankfurt nach Istanbul und bezog dort auf dem Trainingsgelände des Fußballverbandes Quartier. Bei seinen Mannschaftskameraden, die alle in Vereinen der 1. Liga spielen, fand er freundliche Aufnahme. Mit 17 Jahren gehörte er zu den Jüngsten und war als einziger Spieler aus einem deutschen Club berufen worden. Dennoch versicherte ihm Trainer Ogün, dass er ihn für beide Freundschaftsspiele gegen Rumänien nominieren würde und auch in Zukunft mit ihm plane.
Dass dies keine leeren Worte waren, merkte der junge Spieler in den Monaten März und April, in denen er für weitere Einsätze in der türkischen Mannschaft gegen die Niederlande sowie für ein Nachwuchsturnier in der Slowakei nominiert wurde und nun bereits sieben Länderspiele in den U18- und U19-Mannschaften aufweisen kann.
 

Als Defensivspieler mit Offensivqualitäten wird Cenk natürlich von anderen Vereinen umworben. „Vorläufig möchte ich aber bei den Offenbacher Kickers bleiben, weil ich hier sehr gute Erfahrungen mit den Trainern und der Jugendarbeit insgesamt gemacht habe“, betont er ausdrücklich.
Da er die doppelte Staatsbürgerschaft hat, könnte Cenk auch für Deutschland auflaufen. Erst mit 21 Jahren muss er sich für einen der beiden Verbände entscheiden. Aber der DFB hat bisher noch keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Dies kann sich bald ändern, denn die ARD plant, für eine ihrer Sportsendungen einen Bericht über den jungen Nationalspieler zu produzieren.
Cenk, der zurzeit noch die Abschlussklasse der Merianschule besucht, geht neben dem Fußballtraining regelmäßig joggen oder mit Freunden zum Billard spielen. Sollten aber weitere Nominierungen hinzukommen, bliebe für Hobbys natürlich weniger Zeit.
 

[...Interview mit Cenk Güvenc]



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