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Ende einer Dienstfahrt nach über 100 000 Unterrichtsstunden in Seligenstadt

Drei alt gediente Loks, Winfried Gmehling, Heinz Müller und Wolfgang Wolf haben nach rund 111 gemeinsamen Jahren Abschied von ihrem Heimatbahnhof genommen. Sie fahren jetzt auf privaten Gleisen, das Abstellgleis ist noch lange nicht in Sicht!

Viele Schüler träumen im wahrsten Sinne des Wortes davon, dass die aktuelle Unterrichtsstunde endlich zu Ende geht. Aber können sie sich vorstellen, was 108 000 Stunden bedeuten? Wahrscheinlich nicht! Auf diese Stundenzahl aber kommen die drei Pensionäre alleine in den Seligenstädter Schulen. Eine gewaltige Leistung!

Winfried Gmehling begann seine schulische Laufbahn 1972 in Flieden bei Fulda und wechselte dann zur Gerhart-Hauptmann-Schule in Klein-Welzheim, wo er ein Jahrzehnt Pädagogischer Leiter der Förderstufe war. Vor zwei Jahren kam er an die Merianschule, da die Realschule in Welzheim aufgelöst wurde. Herr Gmehling hat die Unterrichtsfächer Deutsch und Geschichte. Seit der Einführung der Realschulabschlussprüfungen im Jahre 2004 war er in jedem Schuljahr mit mindestens einer Abschlussklasse betraut.

Heinz Müller startete seine schulische Karriere 1973 an der damaligen Gesamtschule in Seligenstadt, die dann bald Einhardschule hieß. Seit dem Schuljahr 2005/2006 unterrichtete er seine Fächer Sport und Mathematik in der Merianschule, der vom Gymnasium getrennten Haupt- und Realschule. Lange Zeit war er im Personalrat tätig, die letzten Jahre als dessen Vorsitzender. Seine Reden, die gut recherchiert, hintergründig, witzig und kurzweilig waren, werden dem Kollegium fehlen.

Fehlen wird der Schule auch Wolfgang Wolf, der nicht nur jahrzehntelang ein Mitstreiter von Heinz Müller an der beschriebenen jetzigen Merianschule war, sondern der auch im selben Jahr und am selben Tag wie er geboren wurde. Herrn Wolfs erste Schule war 1972 in Neu-Isenburg, bevor er am 1.2.1974 mit seinen Fächern Sozialkunde und Geschichte nach Seligenstadt kam. Er war als Redaktionsleiter der Schülerzeitung „Emma und Einhard“, als Verfasser zahlreicher Artikel in der Presse und auf der Homepage der Merianschule für die hervorragende Außendarstellung der Schule verantwortlich.

Es gibt für alte Loks viele neue Wege, sie sind geschätzt und man schaut mit glänzenden Augen nach ihnen. Viele neue und moderne Loks sehnen sich danach, nach den vielen Kilometern auch noch in einem so guten Zustand zu sein.
 



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