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Mit „SchuB“ zum Ausbildungsplatz

Schülerinnen und Schüler der Merianschule Seligenstadt lernen und arbeiten in der Praxisklasse „SchuB“

Die sechzehnjährige Alina ist überglücklich. Sie ist die erste von den dreizehn Schülerinnen und Schülern der Praxisklasse SchuB, die schon ihren Ausbildungsvertrag unterschrieben hat. Nach verschiedenen Praktika im Einzelhandel erprobte sie sich mit Erfolg bei der Metzgerei und dem Partyservice Kuhn in Klein Welzheim. Sie konnte dort über einen längeren Zeitraum ihr Können und Engagement zeigen und erhielt als „Auszeichnung“ eine Ausbildungsstelle.

Die Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse SchuB verbindet vor allem ein gemeinsames Ziel: mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche im Sommer 2011 eine Ausbildung zu beginnen. Durch ihre Praxiserfahrungen haben sie besonders große Chancen auf eine Ausbildungsstelle, da sie ihre praktischen Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen können.

Das Projekt SchuB (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb), das es seit 2005 an der Merianschule gibt, hat sich längst bewährt. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der vorherigen „SchuB“-Klassen haben auf ähnlichem Weg wie Alina einen Ausbildungsplatz bekommen. SchuB ist ein Projekt des Landes Hessen und wird vom Europäischen Sozialfond gefördert. Das Konzept dauert insgesamt zwei Jahre und umfasst die Klassen 8 und 9 an Hauptschulen. Es ist gerade auf solche Schüler ausgerichtet, deren Fähigkeiten eher in der Praxis liegen.
Es handelt sich hierbei um eine Kombination aus 3 Tagen Schulunterricht und zwei Praxisstagen in der Woche. Während der 2 Jahre sollen die Schüler fünf verschiedene Praxisstellen absolvieren. Auf diese Weise lernen sie ganz unterschiedliche Berufsfelder und deren betriebliche Abläufe kennen.

Das „SchuB-Lehr- und Betreuungsteam“ besteht aus dem Klassenlehrer Joachim Aßmuth, der Fachlehrerin Silvia Benninger und der Sozialpädagogin Ariane Mantey-Strauß. Durch die sozialpädagogische Betreuung können zusätzlich zum Unterricht eine intensive Einzelbetreuung, Bewerbungstraining, Familien- und Elternarbeit sowie die sehr wichtige umfangreiche Praktikumsbetreuung stattfinden, was mit zum Erfolg von „SchuB“ beiträgt.

„SchuB“ lebt vor allem auch von dem Angebot zahlreicher Betriebe, geeignete Praxisstellen anzubieten, die sich hauptsächlich in und um Seligenstadt befinden. Hierzu gehören sowohl KFZ- und Maschinenbau-Betriebe als auch Schreinereien und verschiedene Einzelhandelsfachgeschäfte.

Natürlich hoffen auch die übrigen Schüler der Praxisklasse, so wie es Alina bereits gelungen ist, baldmöglichst ihren Ausbildungsvertrag zu unterschreiben und in die Berufswelt zu starten.

 

 

Von links: Klassenlehrer Joachim Aßmuth, Sozialpädagogin Ariane Mantey-Strauß, Schülerin Alina Seebacher, Fachlehrerin Silvia Benninger
 

 

 

 



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