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Hadamar Ausflug der Klasse 10cR
Mensch achte den Menschen


Vor 25 Jahren gründete der Landeswohlfahrtsverband Hessen die Gedenkstätte Hadamar, um der Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen in seinen Einrichtungen zu gedenken und einen Ort der historisch-politischen Bildung zu schaffen. Sie liegt auf dem Gelände des Altbaus der heutigen psychiatrischen Klinik Vitos in Hadamar. Bis heute hat sich diese erste deutsche Euthanasiegedenkstätte einen Ruf als Ort des Erinnerns und Gedenkens erarbeitet. Wir, die Klasse 10cR, wurden als Erstes von einem Mitarbeiter über die geschichtlichen Hintergründe informiert. So wurden wir mit einem Grundwissen durch alle wichtigen Räume der Gedenkstätte Hadamar geführt. Wir fingen bei der Ankunft des Schreckens an, der Busgarage, wo die Busse mit den ahnungslosen „Patienten “ abgeliefert wurden. Die Ärzte trichterten ihnen ein, dass sie dort zur Untersuchung ihrer jeweiligen Krankheit eingeliefert wurden. Durch eine Unterführung wurden sie in einem mit Betten befüllten Raum gebracht. Somit erschienen keine auffälligen Zeichen eines Massenmordes und in der benachbarten Umgebung blieb das Bild einer normalen Pflegeanstalt.

Dieser erste Raum wird heute als Ausstellungsraum für die geschichtlichen Hintergründe der Ermordeten usw. genutzt. Daraufhin begaben wir uns in den Keller. In dem Keller befinden sich die Gaskammer, der Sezierraum und der Verbrennungsofen. Der Weg führte uns in die Gaskammer (ein kleiner Raum) in welcher früher 80-100 Menschen durch Gas ermordet wurden. Den Patienten wurde vorher gesagt, dass sie dort duschen könnten, doch das war nur Schein. Nicht alle wurden mit Gas ermordet, sondern später auch mit Medikamenten. Im Sezierraum steht heute nur noch einer der zwei Seziertische. Auf beiden Tischen wurden damals zahllose Menschen seziert. Dann wurden wir zu dem Verbrennungsofen geführt. Dort hängt jedoch nur noch ein Bild, worauf ein Verbrennungsofen abgebildet ist. In der früheren Zeit standen dort jedoch zwei Öfen. Der Verbrennungsofen war zur Beseitigung der Leichen nötig.


Nun zu der sportlichen Beteiligung , indem wir 120 Treppenstufen zu dem Gedenkstättenfriedhof hinauf laufen mussten. Dort wurde uns vermittelt, dass unter unseren Füßen ca. 10.000 Leichen vergraben wurden.
Wir, die Klasse 10cR sind zu der Meinung gekommen, dass man sich das nicht vorstellen kann was dort alles Schreckliches passierte.

Alina Winter und Selin Leininger
 



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