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Über den Friedhof der Gedenkstätte Hadamar

 

uedf01s.jpgIn der heutigen Gedenkstätte befand sich von Januar bis August 1941 eine Tötungsanstalt. Die Menschen wurden mit Kohlenmonoxyd vergiftet. Dies war die erste Tötungsphase, in der über 10.000 Menschen verbrannt wurden. Ab dann begann die 2. Tötungsphase, in der man Menschen verhungern ließ oder ihnen überdosiere Beruhigungsmittel gab, welche durch Ärzte, Krankenschwestern oder Pfleger verabreicht wurden. Anschließend wurden die Toten in Massengräbern auf dem Berg beigesetzt, welcher ab September 1942 schließlich als Friedhof diente. Die Massengräber wurden geheim gehalten, indem sie Einzelhügel angehäuft hatten. Jedoch kamen 10-20 Leichen in ein Grab.

 

 

uedf02s.jpgDie unbekleideten Toten kamen in einen Klappsarg und wurden zum Friedhof getragen. Kamen Angehörige in Begleitung eines Pfarrers, so wurden sie vorerst in einem Einzelgrab bestattet. Es wurden bis zu 4.500 Menschen dort beerdigt, doch heute ist die Fläche eben und es ist Gras über den Gräbern.



 

uedf04s.jpgIn den Gräbern wurden Juden, Christen und Muslime beerdigt. Schließlich kamen dann russische Zwangsarbeiter nach Hadamar, um die Gräber auszugraben und die Tötungsursache herauszufinden. Die Kindergräber auf dem Mönchberg waren reichsweit die einzige Mordanstalt für jüdische Kinder, die in sich Fürsorgeerziehungen befanden.


 

 

uedf05s.jpgDer größte Teil kam aus hessen-nassauischen Erziehungsheimen, einige aus Nürnberg, Berlin oder Braunschweig. Aus der Rheinprovinz kam jedoch kein Kind nach Hadamar.

 

Früher war der Weg zum Friedhof ein Serpentinenweg, doch heute sind dort Treppen. Auf dem Friedhof wurde auch ein Denkmal für die Opfer aufgestellt mit der Aufschrift: Mensch achte den Menschen.
 

 

uedf06s.jpgAuf der gegenüberliegenden Seite des Friedhofes ist noch ein Grab zu sehen, das ein Mann als Zeichen für seine Frau gesetzt hat. Es ist jedoch unklar, ob sie wirklich in diesem Grab beerdigt wurde.

1964 war eine Einweihung auf dem Anstaltsfriedhof durch Kirchenpräsident Martin Niemöller.
 

 


Jasha Eissner/Vanessa Svatos/Buket Tiras, 10cR (April 2007)

 

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