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Mönche, Ritter und Badehaus
Klassenfahrt 7bR nach Zwingenberg

Montag, 26.5.08:
Mit Frau Möckel und Herrn Dziersk trafen wir uns am Seligenstädter Bahnhof und fuhren nach Frankfurt. Viele verpflegten sich bei McDonalds, bevor es nach Zwingenberg weiterging. Dort wurden unsere Koffer abgeholt, während wir selbst zu Fuß laufen mussten.
Vor der Jugendherberge Dort erklärte uns Herr Koch-Wilberg, der Herbergsvater, die Hausordnung. Anschließend aßen wir in unserem Speisesaal und richteten unsere Zimmer ein.
Am Nachmittag gab es eine tolle Stadtführung durch die Altstadt. So bekamen wir einen ersten Eindruck von der Umgebung unserer JH. Danach besuchten wir uns auf den Zimmern oder spielten.
Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Stadtgraben, wo es einen Spielplatz und Platz z.B. für Ballspiele gibt. Einige Jungen unterhielten sich mit Herrn Dziersk, dabei wanderten sie durch die Gegend und fanden eine Felswand.
Tamara B. und Angela C.
 

Dienstag, 27.5.08:
An diesem Vormittag machten wir eine Stadtrallye. Dazu bekamen wir Blätter mit Aufgaben, die wir abarbeiten mussten. Meistens konnten wir die Fragen beantworten und fanden auch die abgebildeten Gegenstände oder Hausteile. Manchmal fragten wir auch die Leute, wenn wir selbst nicht weiterkamen. Natürlich gewann eine Mädchengruppe, sie bekamen ein Eis ausgegeben.
Nach dem Mittag fuhren wir mit dem Bus zum Kloster Lorsch. Dort bekamen wir eine Führung, die zu der berühmten schönen und alten Torhalle und die komplette Anlage rundherum führte. Dazu gehörte ein kleines Museum, in dem sie auch ein Modell der früheren Seligenstädter Basilika haben. Wir erfuhren einiges über das Bauen im Mittelalter: die Baustile, die Materialien und ihre Bearbeitung. Häuser wurden z.B. oft nur im unteren Teil aus Stein gebaut, aber die Böden bzw. Decken und die Dächer bestanden aus Holz. Nun kam der praktische Teil: Wir zersägten Ytong-Steine und bearbeiteten sie anschließend mit Hammer und Meißel für die grobe Form und zum Glätten mit Raspeln und Feilen. So konnte jeder ein schönes Werk mitnehmen.
Nach dem Abendessen in der Jugendherberge spielten die meisten Mädchen dort auf dem Gelände: Federball oder mit anderen Bällen oder Seilspringen. Ein Teil der Jungen machte mit Herrn Dziersk eine Wanderung zum Schloss Auerbach, so dass sie erst nach 22 Uhr zurückkamen.
Florian Sch.


Mittwoch, 28.5.08:
Heute standen Ritterspiele von 10 bis 18 Uhr auf dem Programm. Am Anfang bildeten wir mit zwei kleineren Klassen einen Halbkreis auf dem Hof vor dem Haus. Dort stellten der tapfere Martin, Thieß und Tristan zuerst sich selbst und dann den geplanten Verlauf vor. Dazu gehörte, dass alle Klassenlehrerinnen ein Rittergewand und einen Gürtel anziehen mussten, weil sie dem Ritter helfen mussten.
Zuerst sollten wir in zwei Gruppen – Jungen gegen Mädchen – aus Holzklötzchen einen standfesten Turm bauten. Da ihrer höher war, gewannen die Jungen. Deshalb bekamen sie ihren ersten weißen Kieselstein als Belohnung. Einer aus der gegnerischen Mannschaft durfte den Turm dann mit einem Sandsäckchen umwerfen.
An der nächsten Station mussten wir mit drei Messern und kleinen Äxten auf eine große Zielscheibe werfen. Manchmal traf man sie nicht, aber viele blieben auch tatsächlich stecken. Gleich daneben war das Hammerwerfen. Eine kleine Holzfigur musste mit drei verschiedenen Hämmern umgestoßen werden. Sobald wir einen Kopf getroffen hatten, gab es einen weißen Stein.
Auf der hinteren Terrasse hieß es nun, selbst Tinte herstellen. Dazu zerstieß eine Gruppe Holzkohle in einem Mörser, die andere roten Sandstein und fügte etwas Wasser dazu. Nun sollten wir schreiben. Dazu benutzten wir Federn aus Bambusrohr. Jeder bekam ein Stück Papier und schrieb möglichst in alter Schrift (Antiqua) einen lateinischen Spruch auf, der von oben und unten und von links nach rechts zu lesen war. Es dauerte eine ganze Weile,bis wir das hinkriegten.
Es gab auch ein Geschicklichkeitsspiel: Kegeln. Um die Taille wurde ein Holzklotz gebunden, der jedoch hinten herunterhing. Den mussten wir in Schwung bringen, um eine Styroporkugel vorwärts zu treiben und damit die aufgestellten Kegel umzuwerfen. Gleichzeitig hatten wir es mit mindestens einem Gegner zu tun, mit dem wir wetteiferten. Wer es schaffte, zuerst Kegel umzuwerfen, erhielt wieder einen weißen Kiesel.
Nach dem Mittagessen zeigte und erklärte uns der tapfere Martin, was alles zu einer Ritterrüstung gehört. Marc durfte sie anziehen. Bei der Hitze, die wir hatten, wurde ihm schnell noch wärmer. Erst kam das Mützchen unter den Kopfschutz, dann das schwere und warme Kettenhemd. Die Handschuhe, den Bein- und Fußschutz brauchte er nicht anzuziehen. Aber es gab verschiedene Schwerter: große und kleine mit beidseitiger oder einseitiger Klinge. Manche Schwerter waren so schwer, dass sie mit beiden Händen geführt wer-den. Marc bekam, weil er so lange durchgehalten hatte, wieder einen oder zwei Kiesel.
Zur Abkühlung ging es dann in den ehemaligen Gewölbekeller unserer JH. Thieß hatte mittelalterliche Kleidung ausgelegt. Damit sollten wir uns verkleiden. Wenn wir angezogen waren, stellten wir uns in einer schönen Pose auf, hielten selbst (oder jemand anderes) Bilderrahmen vor uns, und Thieß machte Bilder von uns. Das machte viel Spaß, weil wir durch die Kleidung und vor allem die Kappen und Hüte oft ganz anders aussahen, als wir uns sonst kennen. Davon bekommen wir noch eine CD geschickt.
Aus Spaß an der Freude machten die meisten von uns freiwillig noch das Dreibeinlaufen, das eigentlich für die jüngeren Schüler vorgesehen war. Uns machte es aber auch viel Spaß, und wir hatten viel zu lachen, weil es wieder ein Geschicklichkeitsspiel ist und ein Wettspiel.
Ganz am Ende stellten wir uns alle wieder in einem Halbkreis auf dem Vorplatz zur Siegerehrung auf. Es wurde gefragt, wer in jeder Klasse die meisten Kieselsteine bei den verschiedenen Aufgaben gesammelt hatte. Bei uns war es Cengiz. Dann aber wollte der tapfere Martin wissen, ob die Sieger wirklich alle Steine selbst gewonnen hatten. Da stellte sich heraus, dass es nicht immer so war. Nun mussten der Junge und das Mädchen aus den jüngeren Klassen und Cengiz niederknien. Sie versprachen tapfer und ehrlich zu sein und die Ehre aller zu verteidigen. Der tapfere Martin berührte sie mit seinem großen Schwert auf beiden Schultern. So wurden sie im Mittelalter zu Rittern geschlagen.
Weil wir auch noch mal in die Stadt wollten, gingen wir nach dem Abendessen in den Stadtgraben und spielten dort. Auf dem Rückweg machten die meisten an der Eisdiele Station.
Jasmina P. und Sabrina F.


Donnerstag, 29.5.08:
Mit dem Bus fuhren wir zum Felsenmeer. Dort angekommen, kletterten wir am Anfang in kleinen Gruppen den Hang aus 2 – 3 m dicken Felsen nach oben. Es machte Spaß, wenn wir versuchten, unseren Weg zu finden, ohne auf den Boden zu kommen. Da mussten wir manchmal auch von einem zum nächsten Felsen springen. Es erforderte also festes Schuhwerk, und wir mussten höllisch aufpassen, dass wir nirgends daneben traten. Viele kamen an der hölzernen Brücke vorbei. Manche kletterten die mehr als 1200 Meter ganz oben und kamen auch zu dem Kiosk und der Riesensäule.
Unter Mittag machten wir Picknick an dem kleinen Bach. An dem Wasser konnten wir uns super erfri-schen, wenn wir es über die Handgelenke fließen ließen oder und das Gesicht damit kühlten.
Bald sonnten sich die einen, während die anderen den Schatten suchten. Ein paar Jungen fingen an, mit zusammen gesuchten Stöcken, Moos, Blättern den Bach ein wenig zu stauen oder um kleinere Felsen herumzuleiten.
Um 14 Uhr hatten wir eine Führung. Dazu mussten wir ganz hinunter zum Infozentrum zurück. Der nette Mann ging nun mit uns erneut nach oben, aber auf dem Weg neben den Felsen. Er erzählte uns viel über die Entstehung des Felsenmeeres (kein Vulkan!), die verschiedenen Felsen, ihre Formen, Risse und den früheren Abbau der Steine.
Der Bus brachte uns zurück zur JH. Dort mussten wir erst einmal ausgiebig duschen, weil wir von der großen Hitze und dem Klettern ganz verschwitzt waren.
Zum krönenden Abschluss hatten sich unsere Lehrer noch etwas Tolles ausgedacht, weil unsere Klassenfahrt so gut verlaufen ist und wir bei allen Führungen so gut durchgehalten hatten: Wir fuhren nach Bensheim zum Bowling. Da waren alle locker und cool drauf, alle machten mit. Wir blieben, weil es so viel Spaß machte, sogar bis halb elf dort. Dann fuhren wir zurück zur JH und gingen nach diesem Tag müde und auch ein bisschen stolz schlafen.
Jessica H. und Natalia K.


Freitag, 30.5.08:
Heute mussten wir von Frau Möckel bzw. Herrn Dziersk geweckt werden. Nach dem Frühstück hatten wir genügend Zeit zum Packen unserer Koffer und Taschen. Der Herbergsvater verabschiedete uns und lobte uns, weil wir uns gut benommen hatten. (Außer einigen, die an diesem Morgen noch ziemlichen Stress mit einigen jüngeren Schülern hatten.)
Schließlich wurde unser Gepäck wieder abgeholt, und wir gingen durch die Stadt zum Bahnhof in Zwingenberg. Bei der Heimfahrt hatten wir in Frankfurt wieder eine Dreiviertelstunde Aufenthalt. Der Zug nach Seligenstadt war sehr voll. Wir hatten Mühe, unser Gepäck unterzubringen, und manche ergatterten sogar ei-nen Sitzplatz.
Auf dem Bahnsteig in Seligenstadt erwarteten uns unsere Eltern. Sie freuten sich, uns wieder zu sehen.
 



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