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„Aus der neuen Welt in die alte Welt gereist.“

Mit diesen Worten begrüßte unser Schulleiter G. Urban die Gäste aus Manitowoc in der Merianschule, ein Meer aus kleinen USA-Fähnchen um ihn herum.
Acht Schülerinnen und Schüler haben die weite Reise über den großen Teich in die „alte Welt“ auf sich genommen und sind unsere Gäste. Ein bisschen stolz kann man da als begleitender bzw. betreuender Lehrer des Austausches schon sein, wenn eine Gruppe zu uns kommt. Mein Kollege Herr Horvath und ich haben im Vorfeld viel überlegt, was wir unseren amerikanischen Gästen bieten und zeigen können, damit sie einen schönen, nachhaltigen und lehrreichen Aufenthalt in Deutschland haben. Na gut, nicht ganz ohne Hintergedanken, wir wollen ja schließlich im nächsten Jahr auch wieder einen Austausch in die USA anbieten. Ich glaube wir haben uns als Gastgeber gut geschlagen, ohne uns jetzt über Gebühr loben zu wollen.


Die Gäste in Gastfamilien unterbringen zu können war kein Problem. Wir mussten sogar losen, wer nun einen Schüler aufnehmen darf und wer nicht. Mir haben die Schüler die niemanden abbekommen haben richtig leid getan, auch sie wären sicher super Gastgeber gewesen. So nehmen sie halt nur an allen Aktivitäten teil, aber auch das ist schon mal einiges!
Eine lebhafte Truppe die wir da zusammen haben, 12 Schülern von unserer Schule und 8 Gäste, die sich am ersten Tag des Besuches bei einer Stadtführung durch Seligenstadt schlängeln und am Ende bei der Bürgermeisterin empfangen werden. Ganz ungezwungen plaudert Frau Nonn-Adams mit unseren und den amerikanischen Schülern und beweist dabei viel Humor. Ich bin beeindruckt, ich hatte eine viel steifere Begrüßung befürchtet.

Beim Potluck supper am Abend (eine Art Grillabend) mit allen Schülern und Eltern ist die Stimmung gut und auch der Regen kann uns nichts anhaben. Auch wenn die Amerikaner doch noch ein wenig müde wirken. Ein rundum gelungener erster Tag!
Mittwoch bis Freitag sind unsere Gäste auf Deutschlandtour, na ja, sie sind in München zusammen mit Herrn Fleck, dem Urvater dieses Austausches.
Ich wüsste ja gerne was unsere Gäste beim Fußballspiel am Freitag gedacht haben, vermutlich frei nach Obelix „Die Spinnen die Deutschen“, alleine unsere Verwendung des Wortes Public Viewing muss ja schon verwirrend sein. Am Wochenende bekommen wir von unseren Gästen wenig mit, alleine der Kollege und ich sind zusammen mit dem Gastlehrer Chris Glandt zum Essen eingeladen.


Montag früh, 9.30Uhr. Meine Theorie ist bestätigt, ich weiß, Eigenlob stinkt, aber ich glaube die Wahl des Ausflugzieles war die richtige. Was können wir in Deutschland bieten was man in den USA auf keinen Fall hat?? Na? Ganz klar: mittelalterliche Burgen! Mit der Ronneburg als Höhenburg, haben wir auch noch den absoluten Prototyp quasi vor der Haustür. Aber zurück zu den Schülern. Wirkten die amerikanischen Schüler eben noch ein wenig müde, so werden die Augen je näher wir der Burg kommen immer größer. Auch später beobachte ich wie sie schauen, staunen und Bilder machen. Ziel erreicht.
Nach Kultur warten wir am zweiten Tag mit sportlichem Programm auf. Mit den Fahrrädern geht es, bei teilweise strahlendem Sonnenschein, nach Aschaffenburg. Eine schöne Radtour, und es gleicht an ein wunder, unsere Schüler beherrschen die Verkehrsregeln ;-) Ob es an der charmanten Begleitung unserer Konrektorin liegt, die es sich nicht nehmen lässt einen Ausflug zu begleiten? Ich weiß es nicht…
Jetzt ist der Austausch schon fast wieder am Ende angelangt, die Zeit ist nur so verflogen! Unglaublich Schade, dass es nicht noch länger ist, na ja beim nächsten Mal.
Morgen geht es mit den Schülern noch mal nach Frankfurt, sicher auch noch ein gelungener Ausflug, ich bin ganz sicher!

Ja, schade, dass es schon vorbei ist. Ich sage mal DANKE!
Danke an Chris Glandt und seine Schüler die in ihren Ferien (!) die Reise zu uns angetreten haben. Danke an alle Eltern die Gasteltern waren oder uns in der Vorbereitung unterstütz haben. Danke an unsere Schulleitung die uns so bereitwillig unterstützt, beraten und den Rücken freigehalten hat.
Danke Martin Fleck für’s Mitkommen, da sein und dafür, dass wir deinen Austausch fortsetzen dürfen!
Danke an unsere Schüler, ihr seid sicher tolle Gastgeschwister gewesen!

Ich freue mich auf ganz, ganz viele Begegnungen bei kommenden Austauschen, zwischen der alten und der neuen Welt.

Daniel Thomas



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