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Von der Kohle in die Steckdose

Heraus aus der Schule, hinein ins Kraftwerk Staudinger - das hieß es Anfang September für 14 Schüler der 9. und 10. Klasse der Merianschule aus Seligenstadt für eine Woche. Im Rahmen einer Projektwoche begleitete die Gruppe die Abläufe im Kraftwerk von der Anlieferung der Kohle über den Verbrennungsvorgang und die Dampferzeugung bis hin zur Umwandlung der Energie in elektrischen Strom und den Transport in Hochspannungsleitungen. Betreut wurde das Projekt von Sven Wahl von der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit sowie von Marco Eidner, der die technischen Details erläuterte.


Grundgedanken des Projekts waren, den Jugendlichen Einblicke in die reale Arbeitswelt zu geben, die Arbeitsabläufe im Kraftwerk durch eine filmische und photographische Dokumentation nachzuvollziehen und den Weg des Stroms ausgehend von der Kohle in die heimische Steckdose zu verfolgen. Darüber hinaus standen in der Schule Untersuchungen zur Effizienz von verschiedenen Haushaltsgeräten beim Erhitzen von Wasser, das Erstellen der Dokumentationen und der Nachbau eines Kohlekraftwerks auf dem Programm.


Patrick Sommer aus der 9. Klasse zu den Rundgängen im Kraftwerk: " Es hat mich sehr überrascht, dass der Generator, der schließlich den elektrischen Strom erzeugt, nur so einen kleinen Teil des Kraftwerks ausmacht und so viele Dinge ineinander greifen müssen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten."
Abgerundet wurde die Zeit im Kraftwerk durch Besuche in der Ausbildungsabteilung, in der die Schüler wertvolle Eindrücke und Informationen für ihre eigene Zukunft erhielten, einer Begehung der Schaltanlagen und einem Rundgang durch das chemische Labor.


Nicht unerwähnt bleiben sollte der tägliche Besuch der Betriebskantine, deren Angebot die Gruppe begeisterte.
Die schulische Betreuung erfolgte durch den Chemie- und Physiklehrer Martin Bleuel. Dieser meint zum Ablauf: "Es war eine anspruchsvolle und anstrengende, aber auch sehr lehrreiche und informative Zeit. Unsere gemeinsame Planung im Vorfeld war die Basis für den Erfolg. Wir bedanken uns bei E.ON und allen involvierten Mitarbeitern für dieses außergewöhnliche Projekt. Ich denke, wir konnten neben den gesteckten Zielen auch eine verbesserte Akzeptanz des in der heutigen Realität so wichtigen naturwissenschaftlichen Unterrichts erreichen."


Präsentiert wurden die Resultate am Ende der Woche im Physikübungsraum der Merianschule in Seligenstadt.
Aus den Erfahrungen dieser Woche heraus wurde von Schülern der Wunsch geäußert, das Thema Kraftwerk und Strom auch in Zukunft weiter zu verfolgen. Die Merianschule will diesem Anliegen entsprechen und eine fächerübergreifende AG einrichten.
 



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