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Berufsorientierende Führung zum Bauwesen der Klasse 9dR am 30.04.2013


Am Dienstag, den 30.04.2013 trafen sich früh morgens um 8:00 Uhr 9 Schüler und eine Schülerin der Klasse 9dR am Bahnhof in Seligenstadt um einen berufsorientierenden Tag im Bereich Bauwesen miteinander zu verbringen.
Herr Ewald (Vater einer Schülerin) hatte ein Programm ausgearbeitet, um den interessierten Schülern einen Einblick in die verschiedenen Berufe am Bau zu geben.
Unsere erste Station war die Firma Stahlbau Fischer in Offenbach-Waldhof. Im großen Konferenzraum wurden wir mit einen Frühstück begrüßt und hörten einen Vortrag vom Geschäftsführer Herrn Bartenbach über die Firma Fischer und ihre Arbeiten mit Stahl und Glas. Nach einigen Erläuterungen von Herrn Eckart zur Arbeit der Zeichner und Konstrukteure konnten wir in den Fertigungshallen die verschiedenen Arbeitsschritte des Stahlbaus sehen. Interessant war, dass neben den klassischen Schlosser- und Schweißarbeiten auch viele Arbeiten nach entsprechender Arbeitsvorbereitung von computergesteuerten Maschinen und Robotern ausgeführt werden. Es wurde uns der zur Zeit deutschlandweit modernste Zusammenbau- und Schweißroboter für Stahlträger vorgeführt.


Unser Navi führte uns dann nach Frankfurt Niederrad zum Bildungszentrum Bau (Eberhart Borst Lehrbaustelle). Dort bekamen wir Einblicke in verschiedene Lehrberufe von späteren Facharbeitern in den Berufen Straßenbauer, Maurer, Fliesenleger, Zimmermann und Rohrleitungsbauer. Wir durften den Lehrlingen „über die Schulter schauen“, wie sie ihre Aufgabenstellungen der Ausbilder umsetzten. Dazu hatte jeder Lehrberuf eine eigene Halle.
Das Bildungszentrum Bau hat einen großen Anteil an der Lehrlingsausbildung des Baugewerbes, da die Lehrlinge nicht immer alle Arbeiten auf den „echten“ Baustellen erlernen können und auf der Lehrbaustelle vieles von Ausbildungslehrern in den Wintermonaten gezeigt bekommen, wenn auf den echten Baustellen wegen des Wetters weniger los ist.
Herr Gurth vom Bildungszentrum erläuterte uns im Schulungsraum die Grundidee des Bildungszentrums sowie viele Einzelheiten der Lehrlingsausbildung im Baugewerbe. Anschließend wurden wir in die Mensa zum Mittagessen eingeladen.
Nach dieser „Stärkung“ sind wir ausgerüstet mit Bauhelmen und Sicherheitsschuhen auf drei Baustellen nach Neu-Isenburg gefahren.


Zunächst zeigten uns Herr Holtschneider vom Bauamt der Stadt Neu-Isenburg und Herr Ewald den Bau einer 3-Feld-Sporthalle. Anschließend führte uns Herr Holtschneider durch die Baustelle des Schwimmbades. Die verschiedenen Bauweisen, Betonarbeiten, Stahlarbeiten und Maurerarbeiten sowie Elektriker- und Fassadenarbeiten wurden vorgestellt. Dabei erläuterten Herr Holtschneider und Herr Ewald auch die verschiedenen Tätigkeiten, die Architekten und Statiker zur Vorbereitung solcher Baustellen erledigen müssen.
Unsere letzte Station war das zukünftige REWE LOGISTIK CENTER. Auf dem Weg dorthin haben wir alle gemerkt, dass unser „Akku“ schon ziemlich leer war. Aber der Anblick dieser gewaltigen Baustelle gab allen noch mal einen Ruck.
Begrüßt wurden wir wie immer an diesem Tag sehr freundlich. Der Bauleiter Herr Gehrke versorgte uns in einem kurzen Informationsgespräch mit einigen Randdaten (Baubeginn, Höhe der Baukosten, Anzahl der Arbeiter u.s.w.). Danach ging es ausgerüstet mit Helm, Sicherheitsschuhen und dieses Mal auch mit Warnwesten auf die Baustelle. Unser Weg führte uns über die Baustelle, u.a. auch zu einem riesigen Hochregallager aus Stahl (ca. 30m hoch), in dem später ca. 70.000 Paletten mit Gütern für die REWE-Supermärkte gelagert werden.
Im Gegensatz zu den beiden ersten Baustellen war hier alles deutlich größer. Hier arbeiten spezialisierte Baufirmen aus ganz Deutschland, die bestimmte Bauteile mit Spezialmaschinen in außergewöhnlichen Abmessungen und Qualitäten herstellen.


Egal ob es sich um eine kleine, mittlere oder große Baustelle handelt, jedenfalls müssen verschiedene Berufe vom Planer, Statiker, Architekt über Konstrukteur und Polier bis zum Baufacharbeiter zusammenarbeiten und die geplanten Arbeiten gemeinsam umsetzen. Mehrfach haben wir gehört, dass dafür neben der Beherrschung der Technik bzw. des Handwerks eben auch Kommunikation wichtig ist.
Diese Führung, war eine sehr eindrucksvolle, anstrengende aber auch lohnenswerte Besichtigung verschiedener Stationen im Bereich Bauwesen. Die 10 Schüler der 9dR, die sogar ihre Freizeit am pädagogischen Tag ihrer Lehrer „opferten“, haben einen tollen Eindruck erhalten, den sie so in ihrer Schulzeit nicht noch einmal bekommen werden.
Sehr geschafft, aber zufrieden trafen wir alle um ca. 16:15 Uhr wieder in Seligenstadt ein.



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