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Historie

Kurz nach der Jahrtausendwende (2003) wurde vom Kreistag der Beschluss gefasst aus der Einhardschule, damals eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, nach fast 30 Jahren wieder zwei Schulen zu machen. So gibt es heute die Einhardschule als Gymnasium und die Merianschule als Haupt- und Realschule mit Förderstufe.

Wie bei einer Scheidung wurde auch damals vieles aufgeteilt: das Kollegium, das Inventar, die Gebäude, nur mit dem Namen war es schwierig. So hieß die heutige Merianschule zum Schuljahresbeginn 2004/2005 zunächst „Haupt- und Realschule Seligenstadt“.
Zu diesem Zeitpunkt gab es kein Gebäude, in welchem alle unsere Schüler unterrichtet werden konnten. Schüler und Lehrer mussten teilweise zwischen den einzelnen Stunden die Gebäude wechseln. Es gab zwar eine formale Trennung, doch teilte man sich weiterhin die Gebäude in der Einhardstraße. In der Giselastraße, wo heute die Emma-Schule steht, befanden sich die Verwaltung und schwerpunktmäßig die Klassenräume, lediglich Fachunterricht und die Jahrgänge 9 und 10 fanden sich in der Einhardstraße.
Zwischen Einhard- und Ratleikstraße entstand der Neubau für die Haupt- und Realschule. Alte Gebäudeteile des ehemaligen Gymnasiums wurden abgerissen oder entkernt.

Welchen Namen aber sollte die „neue Schule“ tragen? Auf Anregung hin wurde „Merian“ ausgewählt, aber warum? Matthäus Merian war ein berühmter Kupferstecher, welcher um 1648 einen Kupferstich von Seligenstadt anfertigte. Seine Tochter Sybilla war eine Naturforscherin und Künstlerin. Mit dem Namen „Merian“ hat sich die Schule somit gleich zwei Namenspatrone gewählt und führt seit 2005 den Namen „Merianschule“.

2003:  Der Kreistag beschließt die Auflösung der Einhard-Gesamtschule. 2004: Die Schulen gehen getrennte Wege, bleiben zunächst aber räumlich stark verwoben. Pläne für den Schulneubau werden gemacht.
2005: Die Schule erhält ihren Namen, Wolfgang Glänzel als Rektor und Wolfhard Schulz als Konrektor übernehmen die Leitung. Eine eigene Homepage geht online, es erscheint die erste Ausgabe der Schülerzeitung „Emma und Einhard“. Unterricht findet an drei Standorten plus Containerdorf statt.
2006: Die Schule zieht über die Sommerferien in ihren Neubau an der Einhardstraße. Die neuen Klassen können direkt dort begrüßt werden. Gebäude und Ausstattung sind zu diesem Zeitpunkt beispielhaft für die Region. Im Herbst 2006 nimmt die EU-Kommission die Merianschule in das Comenius-Projekt auf. Gemeinsam mit Schulen aus Malta und Portugal sollen im Laufe von 4 Jahren die Themen Klimawandel und Recycling bearbeitet werden. Es finden mehrere gegenseitige Besuche statt.
2007: Der endgültige Beschluss zur Zusammenlegung von Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS) in Klein Welzheim und Merianschule wird im Kreistag gefasst.
Die Merianschule übernimmt die Patenschaft für einen sogenannten Stolperstein der an einen 9 jährigen Jungen erinnert welcher 1942 in Auschwitz vergast wurde.

Zahlreiche AGs und Aktionen bringen ordentlich Schwung in die Schule.
2008: Mit Schuljahresbeginn wächst die Schule schlagartig. Durch die Fusion der Gerhart-Hauptmann-Schule (Klein-Welzheim) mit der Merianschule und der Zusammenlegung an einen Schulstandort musste angebaut werden.
Durch die Vergrößerung der Schule wächst auch das Schulleitungsteam und erhält mit Frau Benninger eine Konrektorin.
Für einen weiteren Stolperstein wird die Patenschaft übernommen. Mit Lesenacht, Reit AG, Theaterbesuchen und Autorenlesungen ist auch neben dem „normalen“ Schulbetrieb eine Menge los an der Schule.
2009: Die Zeitschrift FOCUS-SCHULE verleiht der Merianschule das Siegel „Schule der offenen Tür“.
Als eine von 25 deutschen Schulen dürfen Vertreter der Merianschule zur Umweltbildungskonferenz nach Berlin reisen. Mit ihrer AG zum Umweltschutz war die Schule als eine aus 936 Bewerbern ausgewählt worden und darf ihre Arbeit dort vorstellen.
Mit Herrn Dr. Bleuel bekommt die Schule einen weiteren Konrektor.
Ein Zeitzeugenbericht zur Flucht aus der DDR, die Frühsport AG und eine Sozialaktion zu Weihnachten sind aus diesem Jahr in Erinnerung. 
2010: Das Schuljahr ist stark geprägt von sozialen Projekten die den Unterricht begleiten oder darüber hinausgehen. Schulmaterialien für Afrika, Weihnachtspäckchen für Kinder in Not, Wohltätigkeitsverkauf für Flutopfer und ähnliche Projekte prägen das Schuljahr.
Die Schule erhält den Zuschlag für ein weiteres Comenius-Projekt. Gemeinsam mit Schulen aus Polen, Rumänien, Malta und Portugal wird zum Thema Smartboards im Unterricht gearbeitet. Wieder finden gegenseitige Besuche statt.
2011: Eine Ära endet. Schulleiter Wolfgang Glänzel geht in den Ruhestand, er hatte die Schule durch die Phasen der Aufteilung der Einhardschule, Neuaufbau und Neuausrichtung sowie den Zusammenschluss mit der GHS sicher geführt und geleitet. Seine Nachfolge tritt Herr Urban an.
Erstmals führt die Merianschule eigenverantwortlich einen Schüleraustausch mit den USA durch. War der Austausch einstmals ein Kind der Einhard Gesamtschule so geht der Kontakt jetzt vollständig an die Merianschule über.
2012: Die Woche der Pünktlichkeit, soziales Engagement und schulinterne Fortbildungen mit bekannten Kursleitern prägen das Jahr.
Höhepunkt des sozialen Engagements ist der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen Schule und dem Kursana Domizil. Im Rahmen des WPU Unterrichtes werden Jung und Alt zusammengebracht um von und miteinander zu lernen.
2013: Die Schule stellt den Antrag auf Einrichtung einer Förderstufe und darf bereits mit dem neuen Schuljahr den ersten Förderstufenjahrgang aufnehmen. Mit diesem Angebot hat die Schule ein Alleinstellungsmerkmal im Einzugsgebiet.
Nach langem Fordern und Ringen mit Schulamt und Kreisverwaltung erhält die Schule zwei Schulsozialarbeiterinnen die den Alltag der Schule bereichern.
2014: Theater im Unterricht und lebendiger Geschichtsunterricht sind nur zwei von zahlreichen Aktivitäten in diesem Jahr.
Eine offizielle Partnerschaftsurkunde zwischen der Merianschule und der Lincoln High in Manitowoc (Wisconsin/USA) wird unterzeichnet.
2015: Soziale Medien ihre Chancen und Risiken beschäftigen das Kollegium, passend zu diesem pädagogischen Tag entwickelt einer der Merianschüler eine eigene Schulapp.
Unpassend dazu zeichnet sich ab, dass die PC-Neuausstattung nicht mehr den Ansprüchen modernen Unterrichts genügen wird (Kürzung der Anzahl der Laptops in den Naturwissenschaften).
Mit dem neuen Schuljahr wird Inklusion an der Schule ein noch größeres Thema.
2016: Mit Frau Benninger wird die bisherige Realschulzweigleiterin in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Stelle wird aufgrund gesunkener Schülerzahlen nicht erneut besetzt.
Die Gremien der Schule entscheiden sich mehrheitlich für ein neues Hauptschulkonzept, welches ab diesem Schuljahr anläuft. Ab dem neuen Jahrgang 7 werden die Klassen in kleinen, überschneidenden Teams unterrichtet. Kernpunkt ist ein Praxistag welcher den Schülern ermöglicht, unterschiedliche praktische Erfahrungen zu sammeln.
2017: Der bisherige Hauptschulzweigleiter, Herr Assmuth, wird in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Frau Jansen an, welche bereits stark im Bereich der Hauptschulentwicklung eingebunden war.

Im neuen Hauptschulkonzept wird der Praxistag für den Jahrgang 8 zu einem Praktikumstag. In einem Schuljahr haben die Schüler immer drei Monate lang je einen Tag pro Woche die Gelegenheit, Einblick in die Berufswelt zu nehmen.


 



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