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Theaterprojekt in der SchuB-Klasse

„Als ich das erste Mal da vor allen anderen auf der Bühne stand, war ich ganz schön aufgeregt, beim zweiten Mal ging´s schon besser“, meint die 16-jährige Linda nach dem ersten Projekttag.
Vom 26.1.-5.2.2009 hatten die SchülerInnen der SchuB-Klasse an der Merianschule eine ganz andere Art von Unterricht. Das SchuB-Team, bestehend aus Sozialpädagogin Ariane Mantey-Strauß und Klassenlehrer Andreas Dziersk, hatte für ihre 12 Schülerinnen und Schüler ein Theater-Projekt als Bewerbungstraining und Berufsvorbereitung organisiert. Für vier Tage bot das Schauspieler-Ehepaar Friederike und Oliver Nedelmann ansprechende Übungen und Aufgaben an, die von den SchülerInnen gut angenommen und umgesetzt wurden.


Die Nedelmanns spielen selbst hauptberuflich in ihrem eigenen Wohnzimmertheater in Rödermark und haben viel Erfahrung mit theaterpädagogischen Projekten an Schulen. Als Profis können sie den SchülerInnen zahlreiche Tipps und Anregungen geben.
Die Gruppe sollte sich in diesem Theater-Projekt unter anderem auf ein Casting nach ihrer Wahl vorbereiten und ihre Ergebnisse vor der Gruppe präsentieren: Da gab es Models, Artisten, Komiker und Kabarettisten, sogar Uri Geller wurde imitiert. Trotz vieler amüsanter Beiträge und guter Stimmung war auch die Ernsthaftigkeit, mit der die Schülerinnen an die Sache herangingen, beachtlich.
In einer zweiten Phase wurden verschiedene Gesprächssituationen in Form eines Interviews einstudiert und den anderen vorgetragen. Am Ende standen dann Übungen zu ganz konkreten Bewerbungssituationen an, in denen vor allem auch selbstbewusstes Auftreten wichtig war. Bei der Reflexion und Auswertung half die Videokamera, mit der die unterschiedlichen Darbietungen aufgezeichnet wurden.
 

Hintergrund für dieses Projekt sind die bevorstehenden Bewerbungsgespräche für einen Ausbildungsplatz der SchülerInnen. Sie sollen lernen, sich zu präsentieren, bestimmtes Verhalten, Gestik, Mimik und auch die Stimme bewusst einzusetzen. Zudem stärkt Theater spielen das Selbstbewusstsein. So mancher von ihnen musste erst mal eine gewisse Hemmschwelle überwinden, um sich dann auf der Bühne präsentieren zu können. „Zum Schluss fand ich das Theaterspielen richtig chillig“, meint stolz der 17 jährige Tolga.
Auch der Anspruch an das Durchhaltevermögen, die Frustrationstoleranz und Teamfähigkeit sind beim Theaterspiel von großer Bedeutung.
Finanziert wurde dieses Projekt aus einer Kooperation der SchuB-Geschäftsstelle, die über Mittel aus dem europäischen Sozialfond verfügt, und der Bundesagentur für Arbeit als eine Maßnahme zur vertieften Berufsorientierung.
 



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