Aus einem Schulprojekt wird ein Angebot für Besucherinnen und Besucher unserer Stadt

Schülerinnen und Schüler des sozialgenial-Kurses der Merianschule haben einen Rundgang zu ausgewählten Stolpersteinen in der Seligenstädter Altstadt entwickelt. Auf Wunsch wurde dieser nun dem Touristenbüro Seligenstadt zur Verfügung gestellt und offiziell übergeben.

Damit verlässt das Projekt das Klassenzimmer und wird Teil der lebendigen Erinnerungskultur unserer Stadt. Ab sofort können sich Besucherinnen und Besucher selbst auf den Weg machen und die Geschichten hinter den Stolpersteinen entdecken.

Wer waren die Menschen, deren Namen heute auf den kleinen Messingtafeln zu lesen sind? Wo lebten sie? Wie sah ihr Leben in Seligenstadt aus – und welches Schicksal erfuhren sie während der Zeit des Nationalsozialismus?

Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv beschäftigt. Sie recherchierten Biografien, suchten nach Spuren und stellten Informationen zu ausgewählten Menschen zusammen. Entstanden ist ein Rundgang, der Geschichte persönlich und unmittelbar erfahrbar macht. Denn hinter jedem Stolperstein steht nicht nur ein Name, sondern die Geschichte eines Menschen, der einst in unserer Stadt gelebt hat.

Der Weg von Stolperstein zu Stolperstein führt gleichzeitig mitten durch die historische Seligenstädter Altstadt. So lässt sich der Rundgang auf besondere Weise mit einem Besuch unserer schönen Stadt verbinden: Seligenstadt entdecken, durch die Altstadt schlendern und dabei den Menschen begegnen, die einst Teil dieser Stadtgesellschaft waren.

Dass der von den Schülerinnen und Schülern erarbeitete Rundgang nun auch anderen Menschen zur Verfügung steht, macht uns besonders stolz. Es zeigt, dass Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgehen kann. Die Jugendlichen haben nicht nur Geschichte recherchiert, sondern selbst dazu beigetragen, dass die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Seligenstadt lebendig bleibt.

Als sozialgenial-Schule möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler darin bestärken, hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und unsere Stadt aktiv mitzugestalten.

Nun heißt es auch für Besucherinnen und Besucher Seligenstadts: auf den Weg machen, genau hinschauen und die Geschichten hinter den Steinen entdecken.